Den Namen Flums finden wir erstmals erwähnt anno 765 im Testament des Bischofs Tello von Chur. Flums führt vom lateinischen «flumen» her, was «Dorf zwischen den Flüssen» bedeutet. Schon früh gab es in der Flumsergegend romanische Siedlungen, bis 1300 wurde denn auch in romanischer Sprache gesprochen, die dann zwischen 1400 und 1500 durch das Deutsch verdrängt wurde. Um 1300 ging die Landeshoheit der Bischöfe von Chur an die Grafen von Sargans über, die ihrerseits 1396 diese Herrschaft an Österreich verkauften. 1438 gelangte die Grafschaft durch Kauf an die sieben alten Orte der Eidgenossenschaft und 1803 schliesslich wurde Flums dem neu geschaffenen Kanton St.Gallen zugeteilt.

 

Flums liegt in der reizenden Landschaft des Seeztal im St.Galler Oberland, 441 m.ü.M., umrahmt von einer herrlichen, abwechslungsreichen Bergwelt, aus der sich der hügelige Grossberg (Flumserberg) mit dem Spitzmeilen, der Kleinberg mit dem Guschen, der eindrückliche Sichelkamm und die aussergewöhnlich schöne Churfirstenkette hervorheben.

Nur vier Kilometer trennt Flums vom Walensee. Mit 7519 Hektaren ist Flums flächenmässig die drittgrösste Gemeinde im Kanton St.Gallen.

 

Flumserberg früher und heute

Flumserberg, terrassenförmig zwischen 1000 und 2500 m ü.M. über dem Walensee gelegen, wurde schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Kurort entdeckt. In der natürlichen Schönheit dieser Bergwelt unterzogen sich Gäste in gesunder Höhenluft Molkenkuren. In Maiensässen und Alpen fanden sie eine bescheidene Unterkunft. Zu Beginn der vorletzten Jahrhundertwende wurden dann die ersten Hotels und Pensionen erbaut. Als einer der berühmtesten Gäste darf wohl Lenin bezeichnet werden, der sich zur Zeit seiner Emigration in den Sommermonaten 1916 in der Pension Tschudiwiese aufhielt. Die Pension war vom Bahnhof Flums auf einem Saumpfad in zwei Stunden erreichbar. Für Lenin bedeutete dieser Aufenthalt eine Arbeitspause, seine Frau kam zu einem Kuraufenthalt herauf. Eine grosse Wende brachte die 1925 fertig erstellte Strasse von Flums nach Tannenboden, welche die inzwischen entstandenen grossen Hotels und Kurhäuser mit dem Talboden Flums direkt verband.

Erst im Jahre 1945 folgte der Wandel vom Sommerferienort zum Wintersportort. Denn bereits im Jahre 1945/46 entstand der 1. Skilift, der Skilift Chrüz. In den kommenden Jahren folgte der Bau weiterer Skilifte und Bahnen, sodass sich Flumserberg zum grössten Wintersportort im Kanton St.Gallen entwickelte.

 

Im Jahre 1972 kam Flumserberg über Nacht in die Schlagzeilen, als Marie-Theres Nadig in Sapporo überraschend olympisches Abfahrts- und Riesenslalomgold gewann. Kurz darauf doppelte Edy Bruggmann nach und heimste Silbermedaille im Riesenslalom ein, welche seiner Skiheimat Popularität brachte. Dritter im Bunde der einheimischen Olympiamedaillengewinner ist Ernst Good. Er gewann 1976 in Innsbruck Silber im Riesenslalom.